In puncto Rendite stecken kleinere Städte Metropolen locker in die Tasche.
Kapitalanleger, die ihr Geld in Wohnimmobilien investieren, werden oft belächelt. Warum nicht gleich Bundeswertpapiere kaufen, da deren Rendite mit derzeit 4,3 Prozent höher ist als die Mietrenditen in Vorzeigestandorten wie München (3,8 Prozent) oder Frankfurt am Main (4 Prozent)? Zudem sind Staatsanleihen mündelsicher und Wertverluste praktisch ausgeschlossen.
Doch Kritiker vergessen allzu oft, die Abwertung des Geldes einzukalkulieren. Denn inflationsbereinigt werfen die Bundeswertpapiere lediglich 2,2 Prozent im Jahr ab (bei einer jährlichen Preissteigerungsrate) von durchschnittlich 2,1 Prozent in den vergangenen 20 Jahren). Zudem existieren im Bundesgebiet Standorte, an denen die Mietrendite höher als in den einschlägigen Metropolen ausfällt. Daher handelt es sich vornehmlich um kleinere Großstädte (über 100.000 Einwohner) – von der Fachwelt als B-Standorte bezeichnet.
Das Problem bei A-Standorten ist jedoch der hohe Einkaufspreis: Dieser liegt mittlerweile so hoch, dass die Renditen trotz üppiger Mieteinnahmen geschmälert werden. Beispielsweise werden in Köln durchschnittlich € 2400,- in guten Lagen pro Quadratmeter gezahlt. Auch bei durchschnittlichen Mieteinnahmen von € 9,11 für den Quadratmeter Wohnfläche erreicht die Mietrendite in der rheinischen Stadt nur einen Wert von 3,79 Prozent.
Wer eine höhere Verzinsung seines eingesetzten Kapitals erreichen will, wird in den kleineren Städten fündig.