Köln ist der Champion im Einzelhandel
Immobilien in der Stadt sind für Investoren zunehmend attraktiv; Investitionen hier seien renditestark und risikoarm, hat eine Rating-Agentur ermittelt.
Bei den Einzelhandelsimmobilien liegt Köln deutschlandweit auf Platz eins: Gestern stellte die Bad Homburger Ratingagentur "Feri Rating & Research" ihre Bewertung des Kölner Immobilienmarktes vor. Das Unternehmen hat mögliche Erträge und Risiken von Immobilieninvestitionen an 67 deutschen Standorten untersucht. "Köln ist der Einzelhandels-Champion", sagt Wolfgang Kubatzki von der Agentur Feri. In die Bewertung eingeflossen sind Aspekte wie das Einkommenswachstum der Kölner, der Umsatzanstieg von Einzelhändlern und die Erhöhungen der Mietpreise. In Bezug auf potenzielle Erträge und Risiken stehe Köln bei den Einzelhandelsflächen exzellent da. Die Nachfrage von Filialisten nach großen Ladenlokalen in City-Lagen sei sehr hoch, hat die Untersuchung ergeben. Dies habe auch mit der Zahl der Touristen und der wachsenden Kaufkraft der Kölner zu tun. "Das Pro-Kopf-Einkommen liegt über dem Bundesdurchschnitt", sagt Kubatzki.
Internationales Interesse
Kölns Wirtschaftskraft kann sich sehen lassen; deutschlandweit rangiert die Stadt unter den besten fünf: "Der Dienstleistungssektor ist in Köln besonders ausgeprägt". Dies trage maßgeblich zum Wachstum bei. Außerdem prognostiziert Feri ein stabilisierendes Bevölkerungswachstum über dem Bundesdurchschnitt für die nächsten Jahre. Bei Büro- und Wohnimmobilein gehe es ebenfalls bergauf. "Dabei hat Köln aber weiterhin noch etwas Nachholbedarf", so Kubatzki. Die Investitionen in gewerblichen Immobilien ziehen trotzdem richtig an: 2006 wurde mit fast 1,5 Milliarden Euro doppelt so viel investiert wie im Vorjahr. Hanno Weiß, Geschäftsführer der Real-Estate-Abteilung der Hamburger Fondsgesellschaft "Lloyd", die in Lindenthal gewerbliche Immobilien hält, benennt den Grund dafür: "Für uns ist Köln ein Spitzenstandort mit niedrigem Risiko und hoher Rendite", die Wertsteigerungen seien hier greifbar. Insbesondere interntionale Investoren fänden zunehmend Geschmack an Kölner Immobilien. Wie Feri herausfand, kommen inzwischen 50 Prozent der Investitionen aus dem Ausland.